Datenschutzhinweise für das AMEISE-Gewinnspiel

Die vorliegenden Datenschutzhinweise gelten für die Verarbeitung von personenbezogenen Daten im Rahmen der Durchführung des Gewinnspiels. In Ergänzung hierzu wird auf die Datenschutzerklärung der Kommunikationsbüro Ulmer GmbH verwiesen.

  1. Verantwortliche und Datenschutzbeauftragte

Gemeinsam Verantwortliche im Sinne der Datenschutz-Grundverordnung und anderer nationaler Datenschutzgesetze der Mitgliedsstaaten sowie sonstiger datenschutzrechtlicher Bestimmungen sind die:

Hochschule Esslingen
Kanalstraße 33, 73728 Esslingen am Neckar, Deutschland
Tel.: +49 (0)711 397-49
E-Mail:  info@hs-esslingen.de

(Den Datenschutzbeauftragten der Hochschule Esslingen erreichen Sie unter der oben angegebenen Adresse mit dem Hinweis z.H. Datenschutzbeauftragter der Hochschule Esslingen oder per E-Mail unter datenschutz(at)hs-esslingen.de.)

Kommunikationsbüro Ulmer GmbH
Kulturpark Berg, Teckstraße 56, 70190 Stuttgart
Tel.: +49 (0)711 259 717-20
E-Mail:  post@kommunikationsbuero.com

BridgingIT GmbH
Marienstraße 17, 70178 Stuttgart
Tel.: +49 (0)621 370 902 0
E-Mail:  info@bridging-it.de

  1. Umfang und Zweck der Datenverarbeitung

Um an dem Gewinnspiel teilnehmen zu können, ist die Erhebung der folgenden Daten erforderlich:

  • Vor- und Nachname 
  • E-Mail-Adresse 
  • Die Bestätigung, für die von dir angegebene E-Mail-Adresse (Double-opt-in) 
  • Name der Schule
  • Bestätigung der Volljährigkeit oder vorliegende Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten (bei Minderjährigen)

Die Hochschule Esslingen verarbeitet diese personenbezogenen Daten ausschließlich zur Durchführung des Gewinnspiels, z.B. um festzustellen, ob eine Teilnahmeberechtigung vorliegt und zur Ermittlung und Benachrichtigung der Gewinner:innen. Können die genannten Daten nicht erfasst werden, so ist eine Teilnahme am Gewinnspiel bzw. eine Kontaktaufnahme bezüglich einer Gewinnmitteilung nicht möglich. Die Gewinner:innen werden durch die Hochschule Esslingen über die erreichte Maximalanzahl der Teilnehmenden-Punkte bestimmt und erhalten ggf. eine Gewinnbenachrichtigung per Mail.

Rechtsgrundlage der Verarbeitung

Durchführung des Gewinnspiels

Die Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten ist Art. 6 Abs. 1 lit. b) der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Empfänger der personenbezogenen Daten

Die Daten werden von der Hochschule Esslingen, der Kommunikationsbüro Ulmer GmbH und der BridgingIT GmbH in gemeinsamer Verantwortung erfasst und verarbeitet. Diese werden grundsätzlich nicht an Dritte weitergegeben, es sei denn, die Weitergabe ist für die Durchführung des Gewinnspiels oder die Übermittlung des Gewinns erforderlich und es liegt eine datenschutzrechtliche Übermittlungsbefugnis vor.

Es werden weitere Dienstleister für die Verarbeitung personenbezogener Daten eingesetzt, unter anderem für die Versendung von E-Mails, die Speicherung der Daten in einem sicheren Rechenzentrum sowie zur Pflege und Analyse von Datenbanken.

Sämtliche Auftragsverarbeiter wurden sorgfältig ausgewählt, unterstützen die Hochschule Esslingen streng weisungsgebunden und erhalten nur in dem Umfang und für den benötigten Zeitraum einen Zugang zu den erhobenen Daten, die für die Erbringung der Leistungen erforderlich sind.

Speicherdauer

Nach Beendigung des Gewinnspiels werden die im Rahmen des Gewinnspiels erhobenen und verarbeiteten Daten innerhalb von 90 Tagen gelöscht, solange aufgrund gesetzlicher Gründe keine Berechtigung zur Speicherung für bestimmte Zwecke vorliegt, einschließlich der Verteidigung gegen Rechtsansprüche.

Betroffenenrechte

Das Datenschutzrecht räumt Ihnen folgende Rechte ein:

  • das Recht auf Auskunft nach Artikel 15 DSGVO,
  • das Recht auf Berichtigung nach Artikel 16 DSGVO,
  • das Recht auf Löschung nach Artikel 17 DSGVO,
  • das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung nach Artikel 18 DSGVO,
  • das Recht auf Widerspruch aus Artikel 21 DSGVO aufgrund einer besonderen Situation der betroffenen Person,
  • sowie das Recht auf Datenübertragbarkeit aus Artikel 20 DSGVO.

Darüber hinaus haben Sie die Möglichkeit sich an die zuständige Datenschutzaufsichtsbehörde (Art. 51 Abs. 1 DSGVO i.V.m. § 25 Abs. 1 LDSG BW)

der Landesbeauftragte für den Datenschutz und die Informationsfreiheit Baden-Württemberg

Lautenschlagerstraße 20
70173 Stuttgart

zu wenden (Art. 77 DSGVO).

Haben Sie Fragen zur Erhebung, Nutzung oder Verarbeitung Ihrer personenbezogenen Daten? Wollen Sie von Ihrem Auskunftsrecht oder Ihrem Recht auf Berichtigung, Sperrung oder Löschung Ihrer Daten Gebrauch machen? Oder möchten Sie der Nutzung Ihrer Daten widersprechen bzw. eine bereits erteilte Einwilligung widerrufen? 

Dann wenden Sie sich bitte unter oben angegeben Kontaktdaten an eine der verantwortlichen Stellen.

Widerspruch

Information zum Widerspruchsrecht nach Artikel 21 Datenschutz-Grundverordnung

Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus Ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die aufgrund von Artikel 6 Absatz 1 Buchstaben e („Verarbeitung für die Wahrnehmung einer Aufgabe öffentlichen Interesse erforderlich“) oder f („Wahrung der berechtigten Interessen des Verantwortlichen oder eines Dritten“) erfolgt, Widerspruch einzulegen. Wir werden, daraufhin Ihre personenbezogenen Daten nicht mehr verarbeiten, es sei denn, wir können zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.

Ihren Widerspruch senden Sie bitte formfrei an die verantwortliche Stelle (s.o.).

Autonome Busse in Waiblingen

Im Rahmen des Förderprojekts „AMEISE“ wird in Waiblingen autonomes Fahren im öffentlichen Nahverkehr erprobt. Die teilautomatisierten Kleinbusse sollen sich zu einem passgenauen Angebot für die Fahrgäste entwickeln und gleichzeitig die Umwelt schonen sowie Lärm und Abgasen vermeiden.

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Autonome Busse für Waiblingen

Mit dem Förderprojekt „AMEISE“ erprobt Waiblingen autonomes Fahren, um das Busverkehrsangebot zu erweitern und um einen Beitrag für die klimafreundliche Verkehrswende zu leisten. Dabei wird mit einem kleinen, nahezu vollautomatisierten Bus, die Datenkommunikation erforscht und auf einer neuen Buslinie im Gewerbegebiet „Ameisenbühl“ in Waiblingen erprobt. Verkehrsminister Winfried Hermann übergab am 9. Dezember bei einer Online-Veranstaltung den Förderbescheid für Phase 1 an den Projektverbundführer Prof. Dr. Ralf Wörner von der Hochschule Esslingen.

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Autonomer Elektro-Bus in Waiblingen: Land übergibt Förderbescheid von 1,7 Millionen Euro

Mit dem Projekt „Ameise“ erprobt Waiblingen im Ameisenbühl den Einsatz eines fahrerlosen Elektro-Busses. In einer Online-Veranstaltung hat Verkehrsminister Winfried Hermann nun den Förderbescheid für Phase eins an den Projektverbundführer Professor Ralf Wörner von der Hochschule Esslingen überreicht. Das Land stellt dafür rund 1,7 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt kostet das Projekt rund 2,7 Mio. Euro, wie das Verkehrsministerium auf Anfrage mitteilte.

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Projektteam

Im Gemeinschaftsforschungsprojekt arbeiten mehrere Partner zusammen, die Hochschule Esslingen koordiniert das Projekt. Die Kommunikationsbüro Ulmer GmbH moderiert den transdisziplinären Austausch und organisiert die Öffentlichkeitsarbeit.

Zur Bearbeitung des Forschungsprojektes hat sich ein interdisziplinäres Konsortium gebildet. Es besteht aus:

Kernkompetenzen Die Hochschule Esslingen gehört deutschlandweit zu den führenden Hochschulen für Angewandte Wissenschaften in Deutschland. Besondere Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen auf den aktuellen Fragen unserer Zeit. Das Institut für Nachhaltige Energietechnik und Mobilität (INEM) kann ein großes Netzwerk aus Professoren, wissenschaftlichen Mitarbeitern und Studenten aus allen Fakultäten vorweisen, um das Know-How aller Fakultäten zu bündeln und ein Kompetenzzentrum des Landes in Energie- und Mobilitätsfragen zu bilden. Die Brennstoffzellentechnik ist dabei ein langjähriger Schwerpunkt in Forschung und Technik.

Waiblingen mit seinen rund 57.000 Einwohnern bietet als Kreisstadt des Rems-Murr-Kreises urbanes Leben in der idyllischen Landschaft des Remstals. Als lebendige, familienfreundliche Stadt hat Waiblingen eine hervorragend ausgebaute Infrastruktur, eine vielfältige Kita- und Schullandschaft, Angebote für Menschen aller Altersgruppen, ein anspruchsvolles Kulturprogramm, attraktiven Einzelhandel - und nicht zuletzt eine sehr engagierte Bürgerschaft und erfolgreiche Vereine.

Das Motto "Junge Stadt in alten Mauern" zeigt sich unter anderem in jahrhundertealten Türmen und Fachwerkhäusern, die in Zwiesprache mit moderner Architektur stehen, beispielsweise den Gebäuden der städtischen Galerie Stihl Waiblingen und der Kunstschule Unteres Remstal, die mit mehreren Architekturpreisen ausgezeichnet wurden.

Umweltschutz und Nachhaltigkeit prägen das kommunale Handeln. Nicht ohne Grund wurde Waiblingen mit dem European Energy Award in Gold ausgezeichnet.

Die Ziele im Bereich der Mobilität, die im aktuellen Verkehrsentwicklungsplan festgehalten sind, behandeln unter anderem die Verschiebung des Modal-Splits vom motorisierten Individualverkehr zugunsten von ÖPNV, Rad und Fußgängerverkehr, eine gleichberechtigte Berücksichtigung aller Verkehrsteilnehmer und eine Verbesserung der Verkehrssicherheit.

Waiblingen ist in mehreren Feldern nachhaltiger Mobilität aktiv und verfolgt dabei innovative Methoden wie beispielsweise mit der Förderung von Elektromobilität im ÖPNV, der geplanten Förderung von Wasserstofftechnologie sowie vielfältigen und öffentlichkeitswirksamen Aktionen im Radverkehr.

Die praktische Umsetzung des Projektes AMEISE wird im Gewerbegebiet Ameisenbühl in Waiblingen stattfinden. Die Stadtverwaltung unterstützt das Projekt unter anderem bei der Verkehrsraumumgestaltung, der Projektkommunikation und dem Fahrzeugbetrieb.

Die Universität Stuttgart ist durch den Lehrstuhl für Verkehrsplanung und Verkehrsleittechnik des Instituts für Straßen- und Verkehrswesen an dem Projekt beteiligt.

Die bridgingIT-Gruppe ist eine herstellerunabhängige und produktneutrale Technologie- und Unternehmensberatung. Zu den Kunden zählen Unternehmen des gehobenen Mittelstands und globale Konzerne. Als Unternehmensgruppe setzen die Berater Digitalisierungsstrategien der Kunden in den Themenfeldern Technologien, Branchen, Methoden und Wertschöpfung ganzheitlich um.

Dabei agieren die Berater branchenübergreifend und -verbindend und verfügen über einen breitgefächerten Kompetenz-Mix aus Fachlichkeit und Methode. Mit dem End-to-end-Ansatz treibt bridgingIT, gemeinsam mit den weiteren Unternehmen der Firmengruppe fastahead, craftingIT und Heidelberg Mobil, Innovationen über die gesamte Wertschöpfungskette ihrer Kunden voran.

Ansprechpartner Dr. Reha Tözün
Business Manager / Senior Consultant
Lead Expert Mobility and Automotive

BridgingIT GmbH
Marienstraße 17
70178 Stuttgart

E-Mail: reha.toezuen@bridging-it.de www.bridging-it.de

Kernkompetenzen

Mit innovativen, aktivierenden Methoden begleitet die Kommunikationsbüro Ulmer GmbH transdisziplinäre Forschungsprojekte und steuert komplexe Beteiligungsprozesse (vgl. Öffentlichkeitsbeteiligung zum integrierten Energie- und Klimaschutzkonzept, Baden-Württemberg (IEKK)). Besondere Kompetenz liegt in der Entwicklung von Strategien und Kommunikationsprogrammen unter systematischem Einbezug der jeweiligen Stakeholder. Die GmbH ist fachlicher Experte für Themen wie Nachhaltige Entwicklung, Stakeholder-Dialoge, Energiewende und Risikokommunikation.

Team

Das Team der Kommunikationsbüro Ulmer GmbH geht in der Kommunikation und Verbreitung von Beispielen „Guter Praxis“ auf. Im Laufe der Projekte bringt es ihnen vor allem Freude, dass sich durch den stetigen Austausch permanent neue Ansätze und Entwicklungen ergeben. Daraus zügig und zugleich strukturiert Mehrwerte für das Projekt zu generieren, spornt die Projektverantwortlichen an.

Im Berufsbildungswerk (BBW) Waiblingen werden junge Menschen mit besonderem Förderbedarf in mehr als 30 Berufen ausgebildet bzw. darauf vorbereitet. Ziel ist es, dass alle im BBW geförderten Teilnehmenden ihren Platz in der Mitte der Gesellschaft finden.

Softing Automotive steht mit den Kernthemen Diagnose und Testen für Schlüsseltechnologien in der Automobilelektronik. Seit mehr als 40 Jahren vertrauen führende Fahrzeughersteller, System- und Steuergerätelieferanten Softing als Technologieexperten. Softing ist Ihr Spezialist für den gesamten Lebenszyklus elektronischer Steuergeräte und Fahrzeugsysteme – von der Entwicklung über die Produktion bis in den Service. Das Leistungsangebot umfasst Hard- und Softwareprodukte, passgenaue Lösungen sowie Consulting und Engineering Support vor Ort.
Projekt AMEISE – Automatisiertes Fahren im ÖPNV: Erprobung in Waiblingen

Aktuelles aus dem Projekt-Blog

21. Dezember 2022
AMEISE – das Projekt ist beendet
Es finden keine weiteren Probefahrten statt!

08. August 2022
AMEISE-App
Jetzt in Google Play downloaden: AMEISE-App. In der App werden die nächsten Verbindungen und der Streckenverlauf angezeigt. Zudem finden Sie Informationen zum Forschungsprojekt AMEISE.

03. August 2022
AMEISE in Betrieb!
Die „AMEISE“, der hochautomatisierte, emissionsfrei angetriebene Kleinbus ist ab sofort in Betrieb. Die Fahrzeug- und Straßenzulassung für das Forschungsprojekt im öffentlichen Raum liegen vor! Der kleine Bus, der Platz für sechs Personen bietet, darf von nun an mit geschulten Operatoren unterwegs sein. Diese übernehmen bei Bedarf die Steuerung, obwohl die „AMEISE“ technisch dazu in der Lage wäre, allein unterwegs zu sein.

Foto, Stadt Waiblingen: Jungfernfahrt über zwei Kilometer mit Oberbürgermeister Sebastian Wolf, Baubürgermeister Dieter Schienmann, den OVR-Geschäftsführern Horst Windeisen und Marco Trovato und Operator Alaaddin Kaya. Der Bus fährt in einem Tempo von etwa 16 Stundenkilometern. Vor Zebrastreifen, an Straßenkreuzungen und -verengungen, bei Gegenverkehr oder parkenden Fahrzeugen hält der elektrische Kleinbus an und „checkt“ die Lage, um dann äußerst vorsichtig, tastend und schrittweise weiterzufahren – immer unter dem aufmerksamen Auge des Operators.

15. Juni 2022
AMEISE – Eindrücke der Inbetriebnahme der Strecke


Automatisiertes Fahren im ÖPNV: Erprobung in Waiblingen

Gemeinschaftsforschungsprojekt AMEISE möchte Potenziale von autonomen Fahren beforschen

Ziel des Gemeinschaftsforschungsprojektes AMEISE

Erarbeitung von Lösungsvorschlägen und Transformationswissen für zentrale technologische und gesellschaftliche Herausforderungen im Kontext der Verkehrs- und Energiewende.

Im Ergebnis liefert das Projekt auf verschiedenen Ebenen vertiefende Erkenntnisse wie die anstehende gesamtgesellschaftliche Mobilitätswende verbessert gestaltet werden kann.

Gefördert wird das Vorhaben vom Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg.

Pressemitteilung zum Projektbeginn


Verbundförderprojekt AMEISE

Das Verbundförderprojekt AMEISE untersucht und erprobt die Technologie-Option autonomes Fahren im ÖPNV, unter Einbezug der Zivilgesellschaft und vieler Experten, im Gewerbegebiet Ameisenbühl in Waiblingen.  

Quelle: Stadt Waiblingen

Das Ziel des Forschungsprojektes im Bereich „Ameisenbühl“ in Waiblingen ist die Entwicklung und Erforschung von hochautomatisierten, emissionsfrei angetriebenen Fahrzeugen der Fahrzeugklasse M2 (Kleinbusse) zur Personenbeförderung im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV). Die Beforschung findet ganzheitlich statt und beinhaltet die Integration innovativer Verkehrsinfrastrukturkonzepte, deren Einbindung in den Betriebsablauf des ÖPNV im innenstädtischen Raum sowie den Einbezug lokaler Stakeholder. Unter Berücksichtigung von Inklusion wird den besonderen Bedürfnissen eingeschränkter Personengruppen dabei gesonderte Beachtung geschenkt. Eine Analyse der Wirtschaftlichkeit automatisierter ÖV-Transporte findet unter dem Gesichtspunkt verkehrsökonometrischer Bewertungen statt.

Der Einsatz von autonomen und (hoch-)automatisierten Fahrzeugen birgt derweil noch große Herausforderungen: Dies ist sowohl in der bestehenden Infrastruktur als auch im bisherigen Stand der Technik begründet. Beide Faktoren befinden sich derzeit noch im Aufbau/in der Anfangsphase. Im Rahmen dieses Projektes gilt es, das autonome bzw. (hoch-)automatisierte Fahrsystem, insbesondere von Seiten der Straßeninfrastruktur, zu analysieren sowie stufenweise zu verbessern. Die Entwicklung und der Aufbau eines autonomen/(hoch-)automatisierten ÖPNV ist ohne die Entwicklung und den Aufbau eines ganzheitlichen „Ökosystems“ nicht möglich, weshalb das Forschungsprojekt AMEISE an diesem Punkt ansetzt und das Ziel verfolgt, Erkenntnisse und Ansatzpunkte diesbezüglich zum Vorschein zu bringen.

Das Industrieforschungsprojekt wurde im Jahr 2021 in Betrieb genommen. Es wird im Dezember 2022 enden. Im Sommer 2022 startet der Forschungsbetrieb. Als Haltestellen vorgesehen sind S-Bahnhof Waiblingen (Ameisenbühl) und Berufsbildungswerk (BBW).

Quelle: Stadt Waiblingen

Die Strecke soll, wie in Abbildung 2 dargestellt, den Bedarf einer Buslinie, vom S-Bahnhof Waiblingen (Ameisenbühl) zum Berufsbildungswerk (BBW), bedienen und eine Personenbeförderungskapazität von mind. 6 Passagieren aufweisen. In einem ersten Schritt wird ein L0 (nach SAE j3016) Bus der M2-Klasse beschafft und mit autonomer Sensorik, für die Befähigung von passiver Datenerfassung, ausgestattet. Im L0-Betrieb wird das Szenario einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h untersucht. Auf Basis der passiven Umfelderfassung, bei der zunächst verstanden werden soll welche Schwierigkeiten entstehen können, soll eine Machbarkeitsstudie für einen L4-Betrieb (nach SAE j3016) für den vollständigen Streckenverlauf und unter Berücksichtigung des Szenarios einer maximalen Höchstgeschwindigkeit von 12 km/h entstehen.

Die Bestandteile der ersten Projektphase umfassen unter anderem den notwendigen Ausbau der Infrastruktur (Markierung, Beschilderung, Absicherung, Digitale Anbindung nach ITS-G5 Standard), die Erforschung und Spezifizierung von geeigneten Umfelderfassungssystemen (infrastrukturell) sowie deren Einbindung und die Einrichtung eines 5G-Mobilfunknetzes.

Der planmäßige Ansatz für das Reallabor sieht transparente soziotechnische Innovationsprozesse vor, bei denen die ÖPNV-Nutzer, die relevanten Akteure des Wertschöpfungsnetzwerks sowie weitere, im Nutzungsumfeld relevante Akteure, die Entwicklung und Anwendung von neuen Produkten, Dienstleistungen und Systemlösungen mitgestalten. Hier wird somit ein interaktiver und iterativer Innovationsprozess in einer realen Umgebung stattfinden, wobei die unterschiedlichen Perspektiven von Kommune, Wissenschaft und Praxis integriert werden.

Das Reallabor bietet darüber hinaus die Möglichkeit, in einem dialogorientierten Prozess die Öffentlichkeit im genannten Zeitraum mit einem neuen Mobilitätsangebot zunehmend vertraut zu machen und damit mögliche Hemmschwellen und Akzeptanzdefizite abzubauen. Die Erkenntnisse aus solchen Prozessen können aufgrund ihrer grundsätzlichen Übertragbarkeit vergleichbare Mobilitätskonzepte an anderen Orten positiv unterstützen. Dies gilt insbesondere im autonomen ÖPNV, da die Mehrwerte für die Bevölkerung erlebbar gemacht werden.